Was ist eine Pinze? Die Pinze ist eine traditionelle südoststeirische, kroatische, slowenische Ostermehlspeise, die aus Germteig hergestellt wird.
Der Name kommt zum Einen aus dem Lateinischen pinsere, was so viel wie stampfen, quetschen bedeutet. Und im Italienischen nennt man die Zange oder Schere pinza – die Herleitung ist einfach… Pinzen werden mit der Schere eingeschnitten.
Die Pinze wird zu den Osterfeiertagen gemeinsam mit dem Osterfleisch als Brot verzehrt. Außerdem bereitet man aus alten Pinzen Pofesen, Scheiterhaufen und ähnliche Semmelspeisen zu.

Ich zeige euch in diesem Beitrag, wie einfach und sicher euch diese Pinzen gelingen werden. Das einzige was ihr mitbringen müsst, ist viel Zeit und Geduld.

Zutaten
für 10 Pinzen
- 500g Mehl
- 100g Butter
- 70g Zucker
- 20g Germ, frisch
- 125 ml Milch, lauwarm
- 125 ml Rosésekt
- 2 Anissterne
- 3 + 1 Eigelb
- 5g Salz
- 1 Zitrone
- etwas Milch zum Bestreichen
Zubereitung
Das Wichtigste zuerst. Klassisch wird Weisswein mit Anis versetzt, aber da ich noch Rosésekt offen hatte, habe ich diesen am Vortag mit den 2 Anissternen ziehen lassen.
Wein und Sekt für den speziellen Taste
Wie bei allen Germteig Rezepten beginnen wir damit das Dampfl herzustellen. Dies dient dazu, das sich der Germ entwickelt und nachher viel Triebkraft entwickelt – so werden unsere Pinzen schön flaumig.

Gehzeiten / ruhezeiten sind wichtig
Das oben beschriebene Dampfl besteht aus der lauwarmen Milch, dem Germ, jeweils 1 EL Zucker und Mehl. Dies wird gut vermengt und für 15 Minuten an einem warmen Ort ruhen gelassen. Somit haben wir die erste Ruhezeit geschafft.

Wie es aussieht, siehst du in meinem Reel auf Instagram.
Danach fügst du alle anderen Zutaten für den Teig hinzu und lässt ihn gut 10 Minuten von der Küchenmaschine durchkneten. Durch die lange Knetzeit bildet der Teig bereits jetzt schon ein schönes Teiggerüst.
Und ihr werdet schon ahnen, was jetzt kommt: Ruhezeit. Lasst den Teig abgedeckt, an einem warmen Ort für gut 60 Minuten ruhen. In dieser Zeit geht er mindestens um das Doppelte auf.
Nach 60 Minuten knetet ihr den Teig wieder kräftig durch und erneut darf er 60 Minuten ruhen.
Vertraut mir, das ganze Kneten wird sich am Ende auszahlen. Bereitet in der Zwischenzeit schon mal ein Backblech mit Papier vor.
Nach den letzten 60 Minuten, nehmt ihr den Teig aus der Schüssel, knetet ihn und teilt ihn in 10 gleich grosse Teile. Ich habe ihn abgewogen und mit der Schere zurecht geschnitten.
Damit aus den Teiglingen Pinzen werden, werden sie zunächst gefalten und geschliffen. Auch das seht ihr am Video bei mir.

Sind alle 10 Teile gefalten und geschliffen, werden sie mit dem Dotter-Milch-Gemisch bestrichen. Was kommt jetzt? Richtig! Weitere 30 Minuten zum Aufgehen zur Seite stellen. Glaubt mir, das wird bestimmt toll schmecken!
Jetzt kommt das Charakteristische der Pinze, der Einschnitt. Dazu nehmt ihr eine Schere und schneidet an 3 Seiten recht tief in die Pinze ein. Dadurch entstehen die Zacken. Sind alle eingeschnitten, kommt die LETZTE!!! der 5 Ruhezeiten. 20 Minuten dürfen sie nochmals aufgehen.

In der Zwischenzeit könnt ihr das Backrohr auf 180 Grad Ober- und Unterhitze aufheizen.
Wenn ihr auf Hagelzucker lust habt, dann könnt ihr den nun darüber streuen und anschließend, und endlich ins Backrohr schieben. Für gut 25 Minuten goldbraun backen
Und das war es dann auch schon mit der Zauberei. Ihr seht, das Wichtigste das ihr braucht ist Zeit. Am Besten schmeckt die Pinze frisch aus dem Ofen, wenn ihr sie aber zum Osterbrunch benötigt, dann könnt ihr diese nochmals kurz aufbacken.
Jetzt aber lasst euch eure selbstgemachte Osterpinze schmecken! Die habt ihr euch redlich verdient!
Wenn du auf mein Instagram Profil gehst, kannst du zahlreiche, leckere Rezeptideen von mir entdecken. Darunter auch den passenden Reel zu diesem Rezept – seht weiter unten.
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Zubereitungszeit: 4 Stunden Minuten + 2 Tage
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