Sommerliche Galette mit den wundervollsten Paradeiserraritäten

Wisst ihr, dass es über 3100 verschiedene Sorten an Tomaten und mindestens nochmal so viele nicht eingetragene Sorten gibt? Ich kenne ganz wenige Personen oder besser gesagt, niemanden, der sie nicht isst. Egal ob als Soße, im Salat oder anders zubereitet, die Zubereitungsarten sind vielseitig und sie schmecken einfach köstlich! Diesen Beitrag widme ich nicht nur einem tollen Sommerrezept, das ihr lieben werdet, sondern ich führe euch auch ein bisschen ein in die Welt der Tomate.

Zu allererst klären wir zwei Fragen, die uns brennend interessiert:

Heißen sie nun Tomate oder Paradeiser?

Die Antwort ist einfach,… einzig und allein die Region entscheidet über den Namen, denn in Südtirol und Österreich wird die Tomate auch „Paradeisapfel“, „Paradisapfel“ oder auch „Liebesapfel“ genannt, woher sich der Name „Paradeiser“ ableitet. In Deutschland verwendet man für gewöhnlich den Namen „Tomate“.

copyright Thomas Grosmann

Sind Tomaten nun Obst oder Gemüse?

Im Volksmund bezeichnet man Tomaten als Gemüse, meistens liegen sie auch neben den Salaten, Gurken etc. Aber botanisch gesehen, gehören sie zu den Früchten! Das heißt Tomaten sind in Wahrheit Obst, aber man bezeichnet es auch als Fruchtgemüse. Die Früchte enthalten nämlich Samen und wachsen aus den Blüten der Pflanze heraus. Klassisches Gemüse hingegen besteht aus mehreren Teilen (Stengel, Blattwerk und Wurzeln).

Aber was auch immer sie sind und wie auch immer man sie nennen mag, bei einer Auswahl von über 3100 Sorten könnte es schwer werden sich für die Richtige zu entscheiden. Deswegen habe ich mich auf den Weg zum Wiener Naschmarkt gemacht, in der Hoffnung ein paar saftige Raritäten zu finden.

Da wir gerade in der Saison der Paradeiser sind, musste ich auch gar nicht lange suchen. Auf fast allen Ständen waren die unterschiedlichsten Paradeiser zu finden. Angefangen von gelben Kirschtomaten, orangen Datteltomaten, Schokoladetomaten, Ochsenherzen, Kirschtomaten, Black Cherry und viele, viele mehr. Mein Favorit war das Angebot von einem regionalen Bauern, der ein kleines Kisterl mit den Raritäten angeboten hatte. Und da ich die Tomaten in ihrer vollsten Pracht, Form, Größe und Farbe präsentieren wollte, musste ich mir ein ebenso besonderes Rezept einfallen lassen.

Bevor wir aber zum Rezept kommen, will ich euch noch die gesundheitlichen Vorteile von Paradeisern verraten:

– liefert wertvolles Lycopin, welches das Immunsystem stärkt
– stärkt die Sehkraft
– können Krebs vorbeugen
– schützt vor Schlaganfall
– halten länger jung
– die Co2-Bilanz ist mit 80g pro 100g erstaunlich gut

Ausserdem besteht die Tomate aus 95% Wasser und enthält Vitamin A, B1, B2, C und E, und 10 anderen verschiedenen Spurenelementen. Ein wahrer Vitamincocktail eigentlich, der unserer Gesundheit und unserem Wohlbefinden gut tut.

Wir haben heuer am Balkon auch Tomaten angepflanzt und die Pflege ist wirklich einfach. Toller Nebeneffekt: die Tomatenstauden halten die Gelsen fern.

Jetzt aber geht’s zum Rezept. Lest in Ruhe weiter.

copyright Thomas Grosmann

Zutaten

für 4 Portionen

  • 120g kalte Butter
  • 230g Mehl
  • je 1 Prise Salz und Zucker
  • 80ml kaltes Wasser
  • 200g Ziegenfrischkäse
  • 2EL Kräuterfrischkäse
  • 1 kleine Zwiebel
  • 400g Tomatenraritäten
  • Handvoll frische Kräuter
  • 1 Ei
  • 1EL Honig

Zubereitung

Wir beginnen damit den Mürbteig herzustellen. Achtet darauf, dass die Butter wirklich kalt ist, denn das ist besser für die Bindung. Verarbeitet Mehl, Butter, Zucker, Salz und das kalte Wasser rasch zu einem Teig und lasst ihn im Kühlschrank gut 45 Minuten ruhen. Vielleicht müsst ihr ein wenig bei der Menge von Wasser und Mehl variieren, denn die Qualität des Mehles ist oft sehr unterschiedlich.

Paradeiser entwässern

Wie weiter oben beschrieben, besteht die Tomate aus 95% Wasser. Einen gewissen Teil des Wassers müssen wir raus bekommen, da uns sonst die Galette „davonläuft“ oder auf Deutsch „zerrinnt“.

Deshalb schneiden wir die Tomaten in ca. 5mm dicke Stücke und legen diese auf ein Küchenpapier und salzen sie leicht. Dadurch verlieren sie etwas an Wasser.

Jene Teile mit den Stielen heben wir aber auf, denn diese sehen auf der Galette sehr nett aus.

copyright Thomas Grosmann

Zitronenzeste für den Frischekick

Und nun sollten wir noch unsere Ziegenfrischkäse-Creme für den Belag zubereiten. Dafür schneiden wir die Kräuter und die kleine Zwiebel sehr klein und geben sie beiseite. In einer Schüssel vermengen wir nun den Ziegenfrischkäse mit dem Kräuterfrischkäse und rühren die Kräuter und die Zwiebel unter. Mit Salz, Pfeffer und Zitronenzeste für die sommerliche Frische würzen und abschmecken.

Wenn der Teig gut durchgezogen ist, rollen wir diesen aus. Ich hab mir vorher ein Stück Backpapier zurecht geschnitten, worauf ich dann die Galette backen werden. Um nicht noch mehr Mehl zu verwenden, habe ich den Teig zwischen 2 Backpapierbögen ausgerollt. Ihr müsst euch dafür nicht viel Mühe geben, dass der Teig perfekt rund ist, denn das ist nicht wichtig für den weiteren Vorgang.

In der Zwischenzeit könnt ihr schon mal den Griller oder das Backrohr aufheizen. In jedem Fall sollte auf 190 Grad aufgeheizt sein.

Wenn der Teig halbwegs rund ist, streichen wir die Creme darauf, spart aber gut 5 cm am Rand ein. Diese ist absolute Tabuzone, denn diesen Rand klappen wir nachher zu.

Und nun könnt ihr eurer Kreativität freien Lauf lassen und die Galette belegen. Es kommt darauf an welche Sorten ihr gekauft habt, aber ich fand die Vielfalt einfach genial. Die Tomaten waren, unterschiedlich gross, sie hatten unterschiedliche Formen und Farben. Ich habe damit begonnen, eher die größeren Scheiben unten als Unterlage aufzulegen um oben Platz für die Kleinen zu lassen.

Ist die Galette fertig belegt, klappt ihr mit Hilfe einer Teigspachtel die Ränder nach innen. Wie das genau funktioniert könnt ihr auf meinem Reel auf Instagram sehen. Zu guter Letzt lassen wir 1 EL Honig über die Galette laufen und bestreichen den Rand mit einem verquirlten Ei. Danach geht es auch schon Richtung Finale.

Schiebt die Galette nun ins Backrohr oder auf den Grill. Alles, was ihr jetzt braucht, ist nur noch ein wenig Geduld bis eure Galette fertig gebacken ist. Wenn ihr möchtet, könnt ihr in der Zwischenzeit noch einen schnellen Knoblauchdip dazu machen.

Durch die Auswahl an unterschiedlichen Tomaten, bekommt die Galette einen interessanten, jedoch im Mund sehr harmonischen Geschmack. Fruchtig, frisch, saftig. Serviert sie gerne als Vorspeise oder als Snack.

Wenn ihr gerne eine Step-by-Step Anleitung sehen wollt, dann kommt doch bitte gern auf Instagram, dort habe ich einen tollen Reel für euch gemacht, der euch die Schritte nach und nach zeigt.

Naja, dann lasst es euch schmecken und genießt eure sommerliche Galette! Ich bin mehr als gespannt, was ihr dazu sagt!

Zubereitungszeit: ca. 100 Minuten


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