15 Jahre AFBA – meine Jubiläumstorte

1 Torte, viele Geschichten

15 Jahre Austria Food Blog Award. Das muss gefeiert werden. Und wie feiert man 15 Jahre voller Food, Geschichten, Begegnungen und ziemlich vieler kulinarischer Erinnerungen?

Natürlich mit einer Torte.

Aber wenn schon Geburtstagstorte, dann bitte nicht einfach irgendeine. Ich wollte eine Torte, die ein bisschen anders ist. Eine, die nicht nur schmeckt, sondern gleichzeitig meine kleine Hommage an den AFBA ist – bunt, kreativ, vielleicht ein bisschen verrückt und definitiv nicht perfekt nach Lineal.

AFBA Torte

Die Basis ist übrigens vegan.

Warum?

Einfach so.

Manchmal braucht es für eine Entscheidung nämlich keine große Geschichte.

Innen treffen Erdbeere, Zitrone und Pistazie aufeinander, außen bekommt die Torte eine Schicht Swiss Meringue Buttercreme. Und genau die wird anschließend zur Leinwand: Farben anrühren, Pinsel raus und losmalen.

Denn nach 15 Jahren darf eine Geburtstagstorte ruhig ein kleines Kunstwerk sein.

Für eine Torte / kuchhen


Für den veganen Tortenboden

  • 450 g Mehl
  • 300 g Zucker
  • 2 Pkg. Vanillezucker
  • 1 EL Backpulver
  • 1 TL Natron
  • 1 TL Essig
  • 100 ml neutrales Pflanzenöl
  • 500 ml Mineralwasser

    Für die Erdbeerreduktion
  • 500 g Erdbeeren
  • 70 g Zucker
  • 1 Pkg. Vanillezucker
  • 2–3 EL Wasser

    Für die Buttercreme zum Füllen
  • 250 g weiche Butter
  • 100 g Staubzucker
  • 250 g Mascarpone
  • 200 g Frischkäse

    Die Creme anschließend halbieren.

    Für die Zitronenbuttercreme:
  • Abrieb von 1 Bio-Zitrone
  • 1–2 EL Zitronensaft

    Für die Erdbeerbuttercreme:
  • 3–4 EL der ausgekühlten Erdbeerreduktion

    Außerdem
  • ca. 80–100 g Pistazien, gehackt oder grob gemahlen

    Swiss Meringue Buttercreme
  • 8 Eiweiß Größe L
  • 200 g Kristallzucker
  • 2 gute Prisen Salz
  • 480 g weiche Butter

Backrohr auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.
Mehl, Zucker, Vanillezucker, Backpulver und Natron miteinander vermischen.
Essig, Öl und Mineralwasser dazugeben und alles nur so lange verrühren, bis ein glatter Teig entstanden ist.
Den Teig in die vorbereitete Form geben und etwa 35 Minuten backen. Gegen Ende unbedingt die Stäbchenprobe machen.
Danach vollständig auskühlen lassen.
Am besten backt ihr den Boden bereits am Vortag. Dann lässt er sich später wesentlich entspannter und sauberer schneiden.

Erdbeeren werden zur Reduktion

Erdbeeren mit Zucker, Vanillezucker und einem kleinen Schluck Wasser in einen Topf geben. Wer mag kann gerne etwas Basilikum, Rosmarin Zitrone oder andere Gewürze hinzugeben

Langsam einkochen lassen, bis die Erdbeeren weich sind und die Flüssigkeit deutlich reduziert ist.

Anschließend fein pürieren und vollständig auskühlen lassen.

Die Reduktion soll intensiv nach Erdbeere schmecken und darf ruhig etwas dicker sein – schließlich wollen wir Geschmack und keine Erdbeersuppe zwischen unseren Tortenböden.

Zwei Cremes, eine Basis

Butter und Staubzucker mehrere Minuten hell und luftig aufschlagen. Mascarpone kurz unterrühren.Ganz zum Schluss den Frischkäse dazugeben und wirklich nur noch kurz einarbeiten. Frischkäse mag keine minutenlangen Runden in der Küchenmaschine – sonst wird aus Buttercreme ziemlich schnell Buttercremesuppe. Die Masse halbieren.

In die erste Hälfte kommen Zitronenabrieb und etwas Zitronensaft.

In die zweite Hälfte kommt nach und nach die ausgekühlte Erdbeerreduktion.

Und damit haben wir unsere beiden Füllungen: frisch und zitronig auf der einen, fruchtig und intensiv erdbeerig auf der anderen Seite.

Jetzt wird geschichtet
Den vollständig ausgekühlten Boden in mehrere gleichmäßige Scheiben schneiden.
Und dann beginnt eigentlich der schönste Teil.

Boden.

Etwas Erdbeerreduktion.

Zitronenbuttercreme.

Pistazien.

Nächster Boden.

Erdbeerreduktion.

Erdbeerbuttercreme.

Wieder Pistazien.

Und weiter, bis unser Rahmen gefüllt ist.

Die verschiedenen Schichten dürfen ruhig sichtbar und unterschiedlich sein. Schließlich soll diese Torte innen genauso viel erzählen wie außen.

Danach die Torte gut durchkühlen lassen.

Aus Torte wird Leinwand

Die gut gekühlte Torte zunächst rundherum mit einer dünnen Schicht Swiss Meringue Buttercreme einstreichen.

Noch einmal kalt stellen.

Danach folgt die finale Schicht. Diese möglichst glatt abziehen – wobei wir hier ausnahmsweise gar keine absolut perfekte Oberfläche brauchen.

Denn jetzt wird gemalt

Etwas Buttercreme auf mehrere kleine Schüsseln verteilen und mit Lebensmittelfarbe in den gewünschten Farbtönen einfärben.

Und dann?

Pinsel nehmen und einfach anfangen.

Striche, Flächen, kleine Details – hier gibt es eigentlich kein Richtig und kein Falsch.

Genau das mochte ich an dieser Torte besonders: Am Anfang steht ein ziemlich klassischer Kuchen. Und ganz am Ende hat man plötzlich eine essbare Leinwand vor sich.

Eine Leinwand für 15 Jahre AFBA.

Und vermutlich ist genau das auch das Schönste an all diesen Jahren: Man startet irgendwo, probiert aus, verändert sich, lernt Menschen kennen, macht Fehler, gewinnt, verliert, entwickelt sich weiter – und irgendwann schaut man zurück und merkt, wie viel daraus entstanden ist.

Happy Birthday, AFBA. Auf die nächsten 15 Jahre. kennt.

✨ Mein Tipp

Bei den Füllungen könnt ihr euch komplett austoben. Statt Erdbeere funktioniert praktisch jede Fruchtreduktion – Himbeere, Marille, Mango oder auch Ribisel. Auch beim Crunch könnt ihr variieren: Pistazien, Haselnüsse, Mandeln, Krokant oder andere Nüsse passen wunderbar. Wichtig ist für mich nur die Swiss Meringue Buttercreme zum Einstreichen, denn sie wird besonders fein und glatt und ist damit die perfekte Basis, wenn die Torte anschließend bemalt oder dekoriert werden soll.

Und dann als letzter Satz vielleicht:

Also: Geschmack innen nach Lust und Laune – außen brauchen wir nur eine schöne, glatte Leinwand.

Eine Große Bitte habe ich noch an euch!

Zubereitungszeit: 120 Minuten




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