Köstliche BABKA aus Nutella und Nuss

Als Foodblogger entdeckt und folgt man ja aktuellen Koch- und Backtrends. Seit einiger Zeit sehe ich immer wieder diese schön geschwungenen Kuchen, die wie in einer Brotform gebacken aussehen. Eine Mitarbeiterin hat mir letztens über Instagram geschrieben, dass sie „BABKA“ bäckt. Um ehrlich zu sein, konnte ich nicht viel damit anfangen, also begann ich zu googeln.

Wenn man den Namen googelt, kommen tatsächlich einige sehr schöne Exemplare dieses Kuchens. Aber woraus besteht er und woher kommt BABKA?

BABKA, BABA, BOBKA – ein süsser Hefekuchen

Allzu viel Informationen findet man darüber nicht, und es gibt auch mehrere Variationen.

Im Polnischen heisst „BABKA“ übersetzt „Grossmutter“, aber auch „Napfkuchen“. Traditionell wird dieses Gebäck am Ostersonntag gegessen. Es enthält keine Füllung aber stattdessen einen Guss aus Vanille oder Schokolade.

Aber auch in Bulgarien, Mazedonien und Albanien ist dieser süsse Hefezopf sehr beliebt.

Durch die Kastenform und die Wellen erinnert dieses Gebäck ein wenig an die „Kittelfalten“ von Grossmutters Rock, und lässt sich vermutlich davon ableiten.

BAKA
copyright Thomas Grosmann

Eine weitere Version besagt, dass dieses Gebäck auf die Juden in Osteuropa zurück zu führen ist. Man hat zwei Hefezöpfe miteinander verschlungen und in einer Kastenform gebacken.

Ihr wisst ja, ich bin nicht der größte Germ-Freund und ich backe auch nicht gerne damit, weil hier doch hin und wieder mal etwas schief gehen kann. Dieses Rezept jedoch gelingt euch sicher.

BABKA

Copyright: Thomas Grosmann

Zutaten

  • 500g Mehl
  • 2 Pk Trockengerm
  • 300ml warme Milch
  • 75g Butter, zimmerwarm
  • 2 El Zucker
  • Prise Salz
  • 1 Pk Vanillezucker
  • Nutella nach Belieben
  • 100g gehackte Pekannüsse
  • etwas Milch zum Bestreichen

Zubereitung

WENN ich mit Germ arbeite, dann meistens mit Trockengerm, da das Backen damit in der Regel einfacher ist. Die Milch sollte lauwarm sein und die Butter ebenso.

In einer kleinen Schüssel vermengen wir die Milch mit dem Zucker und dem Germ und rühren alles glatt. Dieses lassen wir nun gut 10 Minuten rasten. In der Zwischenzeit geben wir Mehl, Salz, Butter und Vanillezucker in eine große Schüssel und fügen nach der Rastzeit die Milch-Germ-Flüssigkeit hinzu.

Kneten, kneten, kneten… das Workout für Bäcker

Diese Masse kneten wir gut 10 Minuten zu einem schönen Teig. Ihr fragt euch, was mit „ein schöner“ Teig gemeint ist? Der Teig sollte glatt sein und nicht kleben.

Natürlich könnte ich auch die Küchenmaschine verwenden, aber bevor ich die beschmutze, knete ich lieber auf der Arbeitsfläche.

Den Teig lassen wir gut 1 Stunde an einem warmen Ort rasten. Er sollte sich auf das Doppelte vergrößern.

Babka

In der Ruhe liegt die Kraft

Das ist hier wohl wahr. Der Teig braucht Ruhe um gut aufzugehen. So wird er nach dem Backen fluffiger.

In der Zwischenzeit könnt ihr die Pekannüsse grob hacken und in einer Pfanne anrösten. Achtet darauf, dass diese nicht zu dunkel werden, sonst schmecken sie bitter. Ihr könnt natürlich auch andere Nüsse oder Früchte nehmen. Hier könnt ihr euch total kreativ austoben.

Ist der Teig nun auf das Doppelte aufgegangen, nehmt ihn vorsichtig aus der Schüssel und legt ihn auf eine bemehlte Fläche. Viele würden jetzt nochmals kneten und rasten lassen, aber das ist nicht notwendig.

Rollt den Teig zu einem Rechteck aus. Dieser soll gut 5-7 mm dick sein. Mein Teig war um einiges zu groß, deswegen habe ich ihn zurecht geschnitten. Als Massstab könnt ihr in etwa die Länge der Kastenform nehmen. Den Teig, den ihr seitlich wegschneidet, aufheben! Daraus wird noch etwas Schönes gezaubert.

Bestreicht nun den Teig mit Nutella und streut ein paar der gerösteten Nüsse darüber.

Babka
copyright Thomas Grosmann

Die nächsten Schritte sind wichtig und ausschlaggebend für die Optik

1. Rollt den Teig von der Längsseite her vorsichtig auf.

2. Halbiert ihn der Länge nach, aber lasst an einem Ende ca. 1cm, wo er verbunden bleibt.

3. Dreht die beiden Stränge so, dass die offene Seite oben liegt und schlingt sie umeinander

4. Fettet eine Kastenform ein, oder legt sie mit Backpapier aus, und gebt euren Zopf vorsichtig hinein.

Nun zu unseren Teigresten: Bestreicht diese auch mit Nutella und wiederholt den Vorgang, wie oben beschreiben. Diesen Minizopf geben wir aber nicht in eine Form sondern drehen ihn wie eine Schnecke zusammen und es entsteht eine schöne Blumenform.

Diese lassen wir nochmals gut 30 Minuten aufgehen. In der Zwischenzeit könnt ihr das Backrohr auf 190 Grad vorheizen. Mit Milch bestreichen und mit den restlichen Nüssen bestreuen. Dann ab ins Rohr. Für gut 25-40 Minuten backen.

Gern könnt ihr noch einen Zuckerguss oder zusätzlich Nutella darüber geben. Aber ich finde, er ist lecker, so wie er jetzt ist.

Viel Spass beim Nachbacken und zeigt mir gern eure kreativen Varianten eurer Babka. Ich freue mich schon jetzt über eure zahlreichen Nachrichten und Bilder, die ihr mir schicken werdet!

Vorbereitungszeit: 15 Minuten
Gesamtzeit: 3 Stunden


Noch Lust auf was Süßes?



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