PIZZA FRITTA – der Kultsnack aus Neapel

*𝑊𝑒𝑟𝑏𝑢𝑛𝑔 𝑤𝑒𝑔𝑒𝑛 𝑀𝑎𝑟𝑘𝑒𝑛𝑛𝑒𝑛𝑛𝑢𝑛𝑔*

Ich gestehe, ich selbst war noch nicht in Neapel, nicht mal richtig in Italien, auf Urlaub. Als ich letztens bei einem Freund, welcher großer Italien-Fan ist, zum Abendessen eingeladen war, gab es viele italienische Gerichte. Begonnen mit Antipasti, Blumenkohl-Pasta und auch eben die genannte PIZZA FRITTA.

Aber was versteckt sich hinter einer Pizza Fritta? Eins steht jedenfalls fest: Dieses Street Food hat in Neapel Kultstatus erreicht.

Die Geschichte dahinter ist schnell erzählt. In der Nachkriegszeit hatte man wenig Mittel zur Verfügung. Um Pizza zu machen brauchte man einen teuren Holzofen und Brennholz.

Die Neapolitaner lösten das Problem ganz einfach, indem sie den Teig frittierten. So konnte man sich einerseits Kosten ersparen und anderseits mit dem Verkauf sich etwas dazu verdienen. Das hat’s nicht viel gebraucht. Deshalb wird diese Art der Pizza auch PIZZA DES VOLKES genannt.

copyright Thomas Grosmann

Da man seine Pizza Fritta nicht mit irgendwas füllen möchte, habe ich mich für den Backofen Schinken von Berger Schinken entschieden. Warum ich mich für diese Variation entschieden habe? Durch seine knusprige Kruste und sein würzig-kräftiges Aroma verleiht er jedem Gericht ein gewisses ETWAS und spielt sich perfekt in den Vordergrund in der Pizza Fritta. Den solltet ihr und eurem Gaumen nicht entgehen lassen.

Ich würde sagen: „Starten wir los!“, denn ein wenig Vorarbeit benötigen wir schon auch um diese leckeren Snacks im neapolitanischen Style zu zaubern.

copyright Thomas Grosmann

Zutaten

für 6 Stück

  • 1 Pk Backofen Schinken
  • 250 Ricotta
  • 50g geriebenen Parmesan
  • Salz, Pfeffer, Basilikum frisch
  • 1 Kugel Mozarella

für die Tomatensauce

  • 200g Tomaten
  • 1 Zwiebel, 2 Knoblauchzehen
  • 1 Tl Honig
  • frische Zitronensaft
  • frische Kräuter
  • Salz, Pfeffer, Chili

für den Germteig

  • 500g Mehl
  • 1/2 Würfel frischer Germ
  • je 1 Tl Salz und Zucker
  • gut 320l lauwarmes Wasser

Zubereitung

Beginnen wir am besten mit dem Germteig, denn dieser benötigt einige Zeit zum Aufgehen. Ich habe in letzter Zeit auch viel mit Germteig experimentiert, um mehr darüber herauszufinden, was die Zutaten angeht oder wie lange er rasten kann. Die oben genannten Zutaten sind von meinem letzten „erfolgreichen Durchgang“. Die Grundherstellung bleibt hingegen überall gleich.

Das Mehl sieben wir in eine Schüssel. Die frische Germ bröseln wir ins lauwarme Wasser und fügen Salz, Zucker und 1 EL vom Mehl hinzu. Das rühren wir kurz um und lassen es gut 10 Minuten rasten.

Ruhezeit nicht unterschätzen

Nach der kurzen Rastzeit geben wir die Flüssigkeit mit etwas Öl zum Mehl und kneten alles zu einem glatten Teig. Ihr könnt auch immer wieder etwas Öl nachgeben. Dafür benötigen wir gut 10 Minuten. Anschließend den Teig an einem warmen Ort gut 45 Minuten aufgehen lassen.

Nach 45 Minuten den Teig kneten und nochmals 30 Minuten rasten lassen.

Mein persönlicher Tipp: Bereitet den Germteig am Vortag vor und stellt ihn mit etwas Öl bedeckt in den Kühlschrank. Am nächsten Tag einfach herausnehmen und 20 Minuten an die Raumtemperatur gewöhnen lassen.

Weiter im Ablauf. Teilt den Teig in 6 Stücke, formt Kugeln und lasst diese bis zur Weiterverarbeitung an der Raumtemperatur wieder etwas ausgehen.

copyright Thomas Grosmann

Beste Tomatensauce – schnell selbstgemacht

Ihr seht, die meiste Zeit benötigt der Germteig. Haben wir diesen vorbereitet geht’s schon weiter mit der Tomatensauce. Dazu schneiden wir die Tomaten kreuzweise ein, legen sie kurz in heisses Wasser und kühlen diese anschließend in kaltem Wasser ab. So könnt ihr sie leicht häuten. Danach klein schneiden.

In einer Pfanne erhitzen wir etwas Öl und lassen den klein geschnittenen Zwiebel und Knoblauch glasig anlaufen. Den Zucker hinzufügen und leicht karamellisieren lassen. Die Tomatenstücke hinzu, würzen mit Salz, Pfeffer und Chili. Zitronensaft hinzufügen und mit etwas Wasser aufgießen. Ca. 10 Minunten auf mittlerer Flamme einkochen lassen. Frische Kräuter hacken und dazugeben. Ihr seht, so schnell geht selbstgemachte Tomatensauce und beim Verfeinern sind wie immer keine Grenzen gesetzt.

copyright Thomas Grosmann

Langsam geht es dann an Füllen.

Backofen Schinken, der Klassiker mit würzig-kräftigem Geschmack

Für die Fülle vermengen wir Ricotta mit dem geriebenen Parmesan und würzen mit Salz und Pfeffer.

Den Mozarella könnt ihr auch schon etwas zupfen, damit es dann schneller gefüllt ist.

Wir bereiten auch schon einen Topf mit Öl vor, den wir langsam erhitzen. Wir wollen nicht, dass unsere Pizza Fritta später zu dunkel wird.

Jetzt geht es ans Füllen, aber das ist keine Zauberei. Wir bemehlen unsere Arbeitsfläche und ziehen den Teig mit den Händen aus. Ich würde kein Nudelholz verwenden. Ihr könnt zur Hilfe auch wieder etwas Öl verwenden. der Teig sollte so dünn wie Pizzateig sein.

Ist dies geschehen, streichen wir auf eine Seite etwas der Ricottamasse, legen eine Scheibe des Backofen Schinkens hinein, zupfen Mozarella darauf und runden das ganze mit einem Basilikumblatt ab.

Zusammenklappen und an den Rändern gut verschließen. Das ist wichtig, denn so bildet sich im Inneren eine Art Ofen, der die Pizza Fritta aufgehen lässt. Diesen Vorgang mit den restlichen 5 Kugeln wiederholen.

Als kleiner Tipp, um festzustellen, ob das Öl schon warm genug ist, könnt ihr mit einem Holzkochlöffel eintauchen. Fängt dieser an zu „blubbern“ wisst ihr, dass das Öl bereit ist.

Frittiert nun langsam bei mittlerer Hitze die Pizza Fritta auf jeder Seite gut 2-3 Minuten.

Achtet wirklich darauf, das Öl richtig zu temperieren, da sie sonst zu schnell dunkel werden und der Teig innen roh ist.

Aus dem Topf mit Öl holen und auf Küchenpapier kurz abtropfen lassen. Und schon könnt ihr eure selbstgemachte Pizza Fitta probieren. Am besten schmecken sie sowieso warm und mit mit der selbst gemachten Tomatensauce serviert. (Ich lasse diese etwas mehr einkochen, dann ist sie eine Art Dip.)

Seht ihr! So schnell und leicht holt ihr auch neapolitanisches Flair zu euch nach Hause.

Zubereitung ca. 2 Stunden mit Ruhezeit vom Germteig.

Zubereitungszeit: 30 Minuten


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