Das rascheste Rhabarbertarte-Rezept mit Griess und Thymian

Rhabarber. Man kennt ihn, viele mögen ihn, aber mindestens genauso viele mögen ihn nicht. Als Obst gesehen, gehört er hingegen doch zum Gemüse und sein doch sehr säuerlicher Geschmack treibt die Gemüter auseinander. Aber keine Angst, aus diesem Beitrag wird bestimmt kein Laberrhabarber und auch kein kompliziertes Rezept. Lest weiter um mehr über mein Rhabarbertarte-Rezept zu erfahren.

Habt ihr euch aber schon mal gefragt, woher der Rhabarber eigentlicht kommt? NEIN?

Ich verrate es euch. Das Gemüse hat seinen Ursprung im Himalayagebirge, wo er zu medizinischen Zwecken verwendet wurde. Über viele Umwege hat das Gemüse, das seit 1947 in den USA als Obst bezeichnet wird, den Weg nach Europa gefunden.

Wegen des hohen Säureanteils wird Rhabarber eher selten als Gemüse verwendet. Beliebt ist Rhabarber wegen seines erfrischenden, pikant-säuerlichen Geschmacks und des niedrigen Energiegehalts.

copyright Thomas Grosmann

Als Basis für dieses Rezept dient ein ganz einfacher Griesskoch oder auch Griessbrei genannt. Dieser wird verkocht und dann gebacken. Wie wir diese schnelle Tarte zubereiten, schauen wir uns jetzt an.

copyright Thomas Grosmann

Zutaten

  • Mürbteig laut meinem Rezept
  • 3 Stangen Rhabarber
  • Handvoll Himbeeren
  • 100g Zucker
  • 100ml Wasser
  • 5 Stiele Thymian
  • 400ml Milch
  • 50g Griess
  • 100g Zucker + Vanillezucker
  • 2 Dotter
  • 1 EL Butter
  • 100ml Schlagobers

Zubereitung

Wir beginnen damit den Mürbteig herzustellen. Die Anleitung dazu verlinke ich euch hier: MÜRBTEIG. Dieser soll dann kurze Zeit rasten und während er dies tut, machen wir mit dem Rhabarber weiter.

Der geheime Himbeertrick

Habt ihr euch schon mal darüber geärgert, dass Rhabarber nach dem Backen nicht mehr so rot ist wie davor? Dann verrate ich euch heute einen Foodblogger Trick.

Nehmt den Zucker und das Wasser und kocht es kurz auf, gebt dann den Thymian dazu. So zaubert ihr einen leckeren Sirup. Den Rhabarber schneidet ihr in gewünschte Stücke und gebt ihn mit den Himbeeren in den Sirup und lasst ihn im besten Fall 3 Stunden stehen. Ich hab dies knapp 1 Stunde gemacht und das passt auch.

Und jetzt zum Trick: Die Himbeeren geben Farbe ab, die der Rhabarber aufnimmt und so die kräftige Farbkraft erhalten bleibt.

copyright Thomas Grosmann

Und nun zu unserer leckeren Fülle. Dafür kocht ihr die Milch mit dem Zucker auf und rührt anschliessend den Griess unter. Dies müsst ihr nun gut 5 Minuten leicht köcheln lassen bis der Griess aufgeht. Vergesst nicht öfters mal umzurühren. Nach gut weiteren 5 Minuten sollte durch das Quellen eine dickere Masse entstanden sein. Zu dieser geben wir nun die restlichen Zutaten wie Dotter, Butter, Schlagobers und vermengen alles gut miteinander. Für die Weiterverarbeitung sollte diese Masse leicht abkühlen.

Ein herrlich, flaumiger Griesspudding

Ich weiss nicht wie es euch geht, aber ich liebe Vanille-Griesspudding und deswegen hab ich mich in diesem Rezept auch dazu entschlossen diesen als Füllung zu verwenden. Der leicht säuerliche Rhabarber ergänzt sich wunderbar mit dem süssen Griesspudding.

Jetzt bringen wir alle 3 Komponenten zusammen. Den Mürbteig nehmen wir aus dem Kühlschrank und lassen ihn kurz antauen, denn wenn wir ihn zu kalt verarbeiten kann es sein, dass er uns bricht.

Mein persönlicher Tipp: Rollt den Mürbteig zwischen Frischhaltefolie aus, damit er nicht kleben bleibt, so bringt ihr den Teig dann auch leichter in die Form. Das Backrohr nun auf 180 Grad Ober- und Unterhitze stellen.

Ob ihr eine längliche oder runde Tarteform nehmt, bleibt gänzlich euch überlassen. Ist der Teig mal in eurer Form, gebt ihr den überkühlten Griesspudding hinein. Streicht die Masse glatt. Der Rhabarber ist nun lange genug im Zuckerbad vom Sirup gelegen und darf nun heraus um sich zum Griesspudding zu gesellen. In meiner Tarte darf er sich Stück and Stück aufreihen. Den Sirup, in dem der Rhabarber gebadet hat, leert ihr natürlich nicht weg, den könnt ihr für Limonaden verwenden. No waste, nicht wahr?!

Zum Abschluss alles zusammen und ab ins Rohr. Für gut 30-35 Minuten goldbraun backen. Am besten noch warm mit etwas Zucker bestreuen und etwas frischen Thymian darüber rebeln.

Na? Habe ich euch zu viel versprochen? Das ging jetzt auch wirklich flott! Ich wünsche euch viel Spass beim Backen und lasst euch diese köstliche Tarte gut schmecken! Schickt mir gerne Bilder von euren Ergebnissen!

Zubereitungszeit: ca. 120 Minuten


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