Poutine, eine leckere „Sauerei“ aus Kanada

Habt ihr schon mal von Poutine gehört oder gelesen, vielleicht sogar schon mal ausprobiert? Ich präsentiere euch in diesem Beitrag meine Variante, bzw. eine österreichische Variante dieses Gerichtes. Poutine, Pommes Frites aus Kartoffeln und roten Rüben, mit Eierschwammerlsauce, Mozzarella und Speck. Bei der Auswahl der Produkte habe ich bewusst auf regionale und saisonale Produkte geachtet. Lest hier, wie ich mir ein Stück Urlaub zuhause auf den Teller geholt habe.

Eigentlich hätten mein Freund und ich heuer 3 Wochen im Sommer in Kanada verbracht, nur kam da ja „etwas“ dazwischen. Als begeisteter und interessierter Foodblogger habe ich mich natürlich im Vorfeld über traditionelle Speisen und Gerichte erkundigt und wenn man da mal ein bisschen googelt, findet man überall Poutine.

Aber was ist Poutine eigentlich?

Im Grunde sind es Pommes frites, die meist doppelt frittiert werden, damit sie aussen schön knusprig und innen noch weich sind. Diese werden dann mit Bratensosse übergossen und mit Käsebruch und Frühlingszwiebeln verfeinert. Angerichtet sieht es meist nach einer großen Sauerei aus (bzw. die Küche bei mir danach sah auf jeden Fall so aus). Entstanden ist dieses Gericht Mitte der 50er Jahre in Québec, aber darüber wie es entstanden ist, gibt es viele Geschichten. Heute zählt es zu den beliebtesten Fast-Food Gerichten in Kanada und dennoch wird es mit der Gabel gegessen und nicht mit den Händen.

Aber bevor wir lange weiter tratschen, schauen wir uns doch mal an, welche Zutaten wir für die österreichische Variante einer Poutine benötigen.

Poutine

Copyright: Thomas Grosmann

Zutaten

für 2 Personen:

  • 500g rote Rüben
  • 500g Kartoffeln (festkochend)
  • 1 Zwiebel
  • 2 El Butter
  • 500ml Gemüsesuppe
  • 3 El Mehl
  • 100g Eierschwammerl
  • 100g Steinpilze
  • 1 Pk Mozzarella
  • Speck wenn gewünscht
  • Schwammerlsalz
  • 3 El Soja Sauce
  • Öl zum frittieren

Zubereitung

Beginnen wir damit die Kartoffeln und die rote Rübe in Form zu bringen. Die Kartoffeln habe ich nicht geschält, ich mag es gerne mit der Schale, die rote Rübe hingegen habe ich geschält.
Hier auch schon mein erster persönlicher Tipp für euch: wenn ihr mit roter Rübe arbeitet, zieht euch immer Handschuhe an. So schön der Farbton ist, so schwer geht er auch wieder ab von der Haut. Schneidet die Rübe in Scheiben und dann in Stifte, diese können gerne etwas dicker sein, dasselbe macht ihr auch mit der Kartoffel.
Hier auch gleich Tipp 2 für euch: Wenn ihr die geschnittenen Kartoffeln für 24 Stunden im Wasser liegen lässt, werden sie beim Frittieren knuspriger.

Jetzt können wir schon einen Topf mit Öl aufstellen, in dem wir dann die Gemüsestifte frittieren. In der Zwischenzeit machen wir unsere leckere Sauce. Im Originalrezept wird die Poutine mit Bratensauce übergossen, hier machen wir eine leckere Schwammerlsauce.

Dazu schneiden wir die Zwiebel klein und schwitzen sie in einer Pfanne mit etwas Öl an. Ebenso schneiden wir die Eierschwammerl und die Steinpilze klein. Diese reinigen wir davor. Aber halt! Nicht unterm Wasser abspülen, Schwammerl werden mit einem Tuch sauber getupft. Die Schwammerl geben wir mit in die Pfanne und rösten diese gut an, gießen es anschließend mit der Suppe auf, würzen und lassen gut 10 Minuten einkochen.

Poutine
copyright Thomas Grosmann

Pommes frites gehören kross und knackig!

Poutine
copyright Thomas Grosmann

Wenn das Öl im Topf schön heiss geworden ist, geben wir die Gemüsestifte vorsichtig hinein und lassen diese knusprig frittieren. Erfahrungsgemäß kann ich euch sagen, dass die rote Rübe etwas länger braucht um gar zu werden, als die Kartoffel. Aber schaut einfach dazwischen immer nach. Sind diese kross gebacken, gebt sie am besten ins Backrohr bei 80 Grad zum Warmhalten, denn jetzt gehts weiter mit der Sauce.

In einer anderen Pfanne lassen wir die Butter schmelzen, würzen diese leicht und geben das Mehl hinzu. Genau, wir machen eine leichte Mehlschwitze. Mehl und Butter gut verrühren und dann rasch die gekochten Schwammerl mit Saft dazu geben und mit dem Schneebesen gut verrühren. Jetzt kommt noch die Soja Sauce dazu und anschließend pürieren wir alles gut durch. Schmeckt noch einmal die Sauce ab und dann gehts auch schon langsam ans Anrichten. Solltet ihr gerne Speck dazu wollen, dann bratet den auch noch in der Pfanne an, ich habe zusätzlich noch ein paar Schwammerl dazu angebraten.

Eine Abwandlung des Namens lautet „la poutité“, so nennt man den Kuddelmuddel in der Provence

Das Anrichten wird euch Spass machen und spätestens jetzt werdet ihr wissen, was ich mit „Sauerei“ in der Überschrift gemeint habe. Gebt die frittierten Gemüsestifte in eine Schale, zupft den Mozzarella darüber und gießt reichlich Sauce darüber. Mit etwas Speck oder gebratenen Schwammerl anrichten, Kresse dazu und schon könnt ihr loslegen.

Poutine
copyright Thomas Grosmann

Na, was meint ihr? Ich glaube ich kann euch versprechen, auch euren Kindern wird es schmecken. Ich wünsch euch viel Spass beim Nachmachen und würde mich wie immer über Feedback sehr freuen.

Jetzt bleibt mir nur noch eines zu sagen: „Bon Apetit!“

Vorbereitungszeit: 15 Minuten
Kochzeit: 40 Minuten


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